Operation

Im Gegensatz zu anderen Krebserkrankungen wird beim Eierstockkrebs die endgültige Diagnose in der Regel erst durch eine Operation gestellt. Im Rahmen diese Operation wird Ihnen eine Gewebeprobe entnommen und pathologisch untersucht. Auf diese Weise lässt sich feststellen, ob der Tumor gut- oder bösartig ist, und um welche Form von Eierstockkrebs es sich handelt. In der medizinischen Fachsprache nennt man diesen Eingriff auch „operatives Staging“.1

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  • Beim Eierstockkrebs hat die Operation einen besonderen Stellenwert, denn eine rückstandsfreie Entfernung aller Tumorherde ist der wichtigste Faktor im Hinblick auf die Prognose und das Überleben2
  • Falls die Gewebeuntersuchung im Rahmen der Operation den Verdacht einer Krebserkrankung bestätigt, entfernen die Operateure beide Eierstöcke und angrenzende Strukturen wie Eileiter und Gebärmutter
  • Der Umfang des chirurgischen Eingriffs kann in der Regel erst nach Öffnen des Bauchraumes abgeschätzt werden und hängt entscheidend von Größe und Ausbreitung des Tumors ab. Sind bereits angrenzende Strukturen wie Bauchfell, Lymphknoten und Darm betroffen, müssen die betroffenen Gewebe ebenfalls entfernt werden
  • Bei fortgeschrittener Erkrankung handelt es sich in der Regel um eine ausgedehnte mehrstündige Operation. Deshalb sollten Sie diesen Eingriff nur in spezialisierten Zentren mit hinreichender Erfahrung durchführen lassen

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Mehr Informationen

Referenzen1. Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe & AWMF. S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge maligner Ovarialtumoren, Version 4.0 (2020). 2. du Bois, A. et al. Role of surgical outcome as prognostic factor in advanced epithelial ovarian cancer. Cancer 115, 1234–1244 (2009).