Bei Rückfall1,2

Falls der Eierstockkrebs bei Ihnen erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert wurde, kann es trotz erfolgreicher Operation und Chemotherapie zu einem Rückfall der Erkrankung kommen. Tritt der Krebs nach zeitweiligem Verschwinden aller Tumoranzeichen erneut in der Becken- und Bauchregion oder den benachbarten Lymphknoten auf, so spricht man von einem „Rezidiv“. In dieser Situation ist eine erneute Behandlung erforderlich.

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Wie verhalte ich mich, wenn der Krebs zurückkommt?

  • In dieser schwierigen Situation ist er vor allem wichtig, Ruhe zu bewahren und die nächsten Schritte mit Bedacht zu planen. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, die neue Situation mit Ihren Angehörigen und Ihrem Umfeld zu besprechen. Erstellen Sie am besten eine Frageliste zu allen Themen und Fragen, die Ihnen nun am Herzen liegen. Auch die Kontaktaufnahme zu einer Beratungseinrichtung eines Kompetenzzentrums für Eierstockkrebs oder einer Selbsthilfegruppe kann jetzt hilfreich sein.
  • Besprechen Sie Ihre Lebenssituation und Ihre Bedürfnisse ausführlich mit Ihrem behandelnden Arzt, am besten zusammen mit einer begleitenden Person Ihres Vertrauens. Bedenken Sie auch, dass Sie jederzeit das Recht auf eine ärztliche Zweitmeinung haben.
  • Ihre weitere medizinische Behandlung sollte unbedingt in einem kompetenten gynäko-onkologischen Zentrum mit großer Erfahrung für (rezidivierten) Eierstockkrebs durchgeführt werden. Eine Übersicht solcher Einrichtungen in Deutschland finden Sie HIER.

Therapiesituation

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Erhaltungstherapie mit PARP-Inhibitoren

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Referenzen: 1. Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe & AWMF. S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge maligner Ovarialtumoren, Version 4.0 (2020).  2. Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe & AWMF. S3-Leitlinie Ovarialkarzinom. 52 (2019).